männl. B feiert Heimsieg auf der Jahresabschlussfeier

 Samstag, Heimspiel, Jahresabschlussfeier: Für das Garchinger „B-Team“ eigentlich ein Spiel zu früh, aber egal.

Gegen Dachau sollte ein Sieg her, um sich nicht selbst die Stimmung auf der anschließenden Party zu trüben.

Nicht trübe sondern eher durchsichtig war für uns dagegen der Matchplan der Gegner.

Schließlich hatte Dachau einen Spieler im Team, der fast alle Tore warf. Die Nr. 3 hatte es zuvor bereits einmal auf 15 Treffer gebracht. Das, soviel vorweg, konnten die Garchinger erfolgreich verhindern: Er schaffte lediglich 13 Tore...

 

Los ging es allerdings mit einem Treffer eines anderen Gastes, bevor sich unsere Abwehr ausreichend sortiert hatte.

Davon angespornt, gaben die Jungs Gas und lagen in der 7. Minute bereits 6:3 in Führung. Nicht zuletzt, weil Pascal 4mal seinen Verteidiger so ansatzlos stehen ließ, dass man fast vermuten konnte, er habe ihm vorher heimlich eine große Portion Harz unter die Schuhe geschmiert. Insgesamt zeigte die Heimmannschaft eine couragierte Leistung und ging zwischendurch mit 6 Toren in Führung, bevor es zum Stand von 17:13  in die Halbzeit ging, allerdings in Unterzahl, da noch rechtzeitig aufgefallen war, dass bei der zweiten gelben Karte für Max etwas nicht stimmen konnte (übrigens die erste Zeitstrafe der Saison für die Mannschaft).

 

Der Start in die zweite Halbzeit erinnerte dann leider an vergessen geglaubte „Mannschaftstugenden“: Wir führen zur Halbzeit? Da lassen wir den Gegner besser mal wieder rankommen!

 

Zu unpräzise in der Offensive, schlechtes Stellungsspiel in der Defensive: Dachau nahm dies dankend und kompetent an. Folgerichtig kamen sie durch ein Tor in der 32. Minute bis auf einen Treffer heran: 21:20.

 

„Zur Auszeit... GEZWUNGEN!!“

 

Was im Verlauf des Abends von den Garchinger Fans bei den anderen Spielen noch öfter laut zu hören sein sollte, traf hier leider für uns zu. Das Time-Out brachte den gewünschten Effekt, denn nicht zuletzt aufgrund einer Defensive, die den Gegner zunehmend zu Fehlern zwang und so Konter startete, gelang es, das Momentum erneut zu kippen und einen am Ende ungefährdeten 30:24-Sieg zu erkämpfen.

 

Bis zum Spitzenspiel gegen Karlsfeld bleiben allerdings noch ein paar Baustellen. So sollten wir vermutlich den Torwart besser aufwärmen, da Christoph offenbar erst in der 49. Minute seinen Zenit erreichte, dann allerdings drei Mal direkt hintereinander spektakulär gegen komplett blanke Dachauer am 6m Kreis hielt.

 

Marko könnte zudem daran arbeiten, die Nerven der Trainer zu schonen. 5 Tore aus dem Rückraum sind nicht zu verachten, aber muss er denn bei jedem (!) Wurf den Torwart mit ins Tor schießen? Der Textautor hat jedenfalls keine Ahnung, von wem er sich das abgeschaut haben könnte.

 

Zuletzt dürfte sich das Lazarett auch gerne wieder verkleinern. Denn hätte man nur die Auswechselbank beobachtet, hätte man ein Trauerspiel vermuten können. Da wurden häufiger die Taschentücher rausgeholt als damals bei Titanic im Kino.

 

Unterm Strich hatte sich aber jedes Mitglied in unserem Nachwuchsrudel die anschließende Party in der Halle wohlverdient.

 

Till Welze